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Unternehmensprofil
Stadt Bohumín | Stadt Bohumín |
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Die erste schriftliche Erwähnung des ursprünglichen Dorfs Bohumín (Oderberg), heute Stadtteil Starý Bohumín, stammt aus dem Jahr 1256. In dieser Zeit begann sich um Bohumín eine Herrschaft zu bilden, deren Kristallisationskern das Dorf und die dortige Burg waren. Laut einer Urkunde vom 6. Januar 1373 verlieh Herzog Jan Ratibořský das Städtchen Bohumín und die in unmittelbarer Nähe gelegene Burg Barutswerde als Lehen an Pašek de Barutswerde. Dabei handelt es sich gleichzeitig um die erste Erwähnung von Bohumín als Stadt. Im Laufe der Jahrhunderte lösten die verschiedensten Herrschaftsgeschlechter einander ab. Hier hatten außer den ersten bekannten Besitzern der Burg und Herrschaft Bohumín den Herren von Barutswerde auch die Herren von Tvorkova und Kravař, die meist in Opava und in Mähren lebten, auch die Adelsfamilie Bělík von Kornice, ursprünglich ein polnisches Geschlecht ihren Sitz. Weitere Besitzer waren die Hohenzollern, Verwandte des Markgrafen von Brandenburg, die Adelsfamilie Henckel von Donnersmark, das schlesische Adelsgeschlecht Gusnar von Komorna, die polnische Gräfin Marie Rudnická, deren Schwiegersohn Leopold von Heydebrandt, Konrad Freiherr von Mattencloit und die Grafen Larisch-Mönich, denen die Herrschaft bis 1945 gehörte. Zu einem historischen Meilenstein in der Geschichte der Herrschaft wurde das Jahr 1848, als die Herrschaft durch die neue Staatsgrenze in einen österreichischen und einen preußischen Teil geteilt wurde; vor allem jedoch das Jahr 1847, als der erste Zug auf der von Wien nach Lemberg führenden Kaiser-Ferdinand-Nordbahn Bohumín erreichte. Die Bahnstrecke sollte eigentlich direkt über Bohumín geführt werden. Wegen des Unverständnisses der damaligen Bohumíner Bürger sah sich die Planungskommission jedoch gezwungen, die Strecke über die Gemarkung der Gemeinde Šunychl zu führen. Hier wurde auch mitten im Wald der Bahnhof errichtet. Der Eisenbahnverkehr wurde am 1.5.1847 eröffnet. Durch den Anschluss an die preußischen Strecken am 1.10.1848 entstand einer der wichtigsten Eisenbahnknoten Mitteleuropas. Um den Bahnhof herum begann man langsam Eisenbahnerhäuser zu bauen, zu denen sich schrittweise auch die Häuser von Geschäftsleuten und Handwerkern, Schulen und Behörden gesellten. Später kamen auch Fabriken hinzu, die von der Nähe des Steinkohlereviers um Ostrava (Ostrau) und Karvina (Karwin) und der günstigen Lage an einer wichtigen Eisenbahnstrecke angezogen wurden. Das Dorf Šunychl nahm eine stürmische Entwicklung und wuchs von 1845 bis 1930 von ursprünglich 389 auf 10.561 Einwohner. Bohumín dagegen stagnierte, seine Einwohnerzahl stieg im gleichen Zeitraum von 1035 auf ganze 3188 Einwohner. 1924 wurde Šunychl zur Stadt erhoben und gleichzeitig in Nový Bohumín (Neu Oderberg) umbenannt. Zum 1.4.2001 hatte Bohumín 23.372 Einwohner. |